Schwerpunkte

Schwerpunkt I: Gemeinsames Lernen (GL) - Individuelle Förderung

Wir nehmen die Heterogenität unserer Schülerinnen und Schüler bewusst wahr und reagieren darauf mit individuellen Lernarrangements.

Durch den Einsatz der Sonderpädagogen, der Schulbegleiter und der Schulsozialarbeiterin sowie weiterer schulischer Mitarbeiter ist neben einer inneren Differenzierung auch eine Förderung in Kleingruppen in unterschiedlichen Lernräumen teilweise möglich. Wir richten uns dabei nach den individuellen Lernvoraussetzungen und  -bedürfnissen der Schüler.

Diagnostik und Lernbegleitung

Wir organisieren die individuelle Förderung unsere SuS durch Entwicklungspläne. Diese Entwicklungspläne werden regelmäßig in den Klassenteams entsprechend der Lernentwicklung und –bedürfnisse überarbeitet. Auch können sie in Eltern- und/oder Hilfeplangesprächen dazu dienen, Lernentwicklungen deutlich und damit neue Lernwege erkennbar zu machen.

Neben der inneren, alltäglichen Differenzierung in der Klasse  (individuelles Lerngespräch, differenzierte Tages- und Wochenpläne, Portfolioarbeit, Projektunterricht…) finden folgende individuelle Fördermaßnahmen statt. Diese sind teilweise von den SuS wählbar, teilweise auch verbindlich.

Zu den verbindlichen Fördermaßnahmen gehört das Förderband in Jahrgangsstufe 1:

Die Kinder werden einmal pro Woche entsprechend ihrer Leistung bzw. Bedürfnisse in Kleingruppen eingeteilt und gefördert.  Lernprogramme am Computer gehören hierzu wie auch psychomotorische Übungen, Wahrnehmungstraining, Vertiefung pränumerischer Erfahrungen sowie handlungsaktive Erarbeitung von Lauten und Buchstaben. (siehe Anhang)

Die Fördergruppe "Arbeitstechniken" bieten wir, wenn es organisatorisch möglich ist, für die Schüler/innen an, die im lebenspraktischen Bereich besondere Unterstützung benötigen. Hier werden auf handlungsaktiver und spielerischer Ebene Grundtechniken und Fertigkeiten in den Bereichen Selbstständigkeit, Alltagshandgriffe, Wahrnehmung, Sprache und Feinmotorik geübt, damit auch diese Kinder eine größtmögliche Teilhabe am Schulalltag erleben können. Die Angebote dieser Fördermaßnahme umfassen u.a.:

  • angemessener Umgang mit Materialien
  • Techniken wie ordnen, abheften, schneiden, kleben, malen
  • Anbahnen von Arbeitsroutinen
  • Orientierung auf dem Schulgelände, auf Buchseiten, Arbeitsblättern ,Tafel etc
  • Umsetzen von einfachen bis komplexeren mündlichen Arbeitsaufträgen
  • Artikulieren von Wünschen und Bedürfnissen
  • Regeleinhaltungen anhand von Tischspielen
  • und Körperhygiene.

Weitere Fördermaßnahme/freiwillige AG-Angebote. Weitere Informationen dazu finden sie hier.

(Heraus-)Forderung von SchülerInnen

Wir sehen jedes Kind mit seinen individuellen Lernvoraussetzungen und -möglichkeiten.

Schüler mit besonderen Begabungen fördern wir ebenso individuell wir jeden anderen Schüler.

Wir gestalten die tägliche Förderung im Unterricht u.a. durch differenzierte Wochenpläne, Werkstätten, Projekt- und Portfolioarbeiten. Viele Aufgabenstellungen, Materialien und Medien haben einen hohen Aufforderungscharakter und bieten auch Kindern mit besonderen Interessen und Begabungen Möglichkeiten, sich mit spezifischen Lernbereichen nach ihren Möglichkeiten auseinanderzusetzen (im Sinne des Drehtürmodells). Dabei geht es uns nicht darum, diese Schüler besonders hervorzuheben, sondern sie individuell zu fördern.

Soweit es unsere Ressourcen zulassen, bieten wir für Kinder mit spezifischen Begabungen und Interessen vielfältige zusätzliche Lerngruppen an:

Zu den regelmäßigen Angeboten zählen im musischen Bereich die Chor- und Instrumental-AG sowie Sport-AG's (Yoga, Fußball). Außerdem kooperieren wir mit der Musikschule Bünde.

Soweit es möglich ist, bieten wir außerdem eine Knobel-AG an, die Schüler besonders im mathematisch-logischen Bereich fördert.

In Jahrgang 1 und Jahrgang 4 finden sich Schulpaten. Diese Patenschaften helfen den Erstklässlern sich zügig im Schulalltag zurecht zu finden. Im Laufe des Schuljahres entwickeln sich darüber hinaus auch Lernpatenschaften im Sinne des Prinzips „Geben und Nehmen“: Die großen Schüler zeigen den Kleinen ihre Fähigkeiten und helfen ihnen damit beim eigenen Lernen, dies sehen wir auch als Teil unserer Förderung von Begabungen.

Aus unterrichtlicher Sicht haben Schüler mit besonderer Begabung in einer spezifischen Disziplin (Mathematik oder Deutsch) die Möglichkeit, jahrgangsübergreifend am Unterricht der nächst höheren Klasse teilzunehmen.

Auch kann es vorkommen und meistens ermöglicht werden, dass diese Kinder nach einer Testphase ganz in die höhere Klasse wechseln (Akzeleration).

Nach ausreichender Beratung und im Einzelfall ist es auch möglich, Kinder unter gewissen Umständen unterjährig einzuschulen (d.h. zu einem späteren Zeitpunkt im 1.Schuljahr, wenn sie das 5.Lebensjahr erreicht haben).

Kompetenzorientiertes Arbeiten mit Förderschülern

In unserer Schule werden Förderschüler mit den Förderschwerpunkten Emotional-Soziale Entwicklung(ESE) , Körperliche und motorische Entwicklung(KME) ,Sprache (SP) sowie Kinder mit  Autismus-Spektrumsstörungen zielgleich unterrichtet und unterliegen somit den Kompetenzplänen der Regelkinder.

Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung werden zieldifferent unterrichtet, d.h., sie nehmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Gesamtunterricht teil. Sie werden da "abgeholt", wo ihre Fähigkeiten liegen und erfahren nach individuellen Plänen in allen Lernbereichen Kompetenzerweiterungen.

Inhalte, Ziele, Zeitfenster und Material/Medien richten sich ganz nach dem Ist-Stand und dem individuellen Lernverhalten des einzelnen Schülers.

Elternarbeit als Maßnahme der individuellen Förderung

In der Jahresarbeitsplanung sind Beratungsgespräche im April und im November eines jeden Jahres etabliert. Außerdem können Eltern die Sprechstunden der Lehrer nach vorheriger Vereinbarung in Anspruch nehmen. Diese werden in der ersten Klassenpflegschaftssitzung des Schuljahres verkündet und sind in der Vitrine im Schulgebäude einzusehen. Darüber hinausgehender Gesprächsbedarf wird zwischen Lehrerin und Eltern direkt verabredet.

Der Schulplaner der SuS dient als Kommunikationsinstrument und ist eher für kurze Nachrichten gedacht.

Konzept zur Sprachbildung

Wir betrachten die Sprachbildung als einen zentralen Aspekt des Lernens und Lehrens. Jedes Kind bringt abhängig von seiner Biografie unterschiedliche Spracherfahrungen mit, wenn es in die Schule kommt.

Sprachbildung im Kontext Schule verstehen wir als ein Annehmen und Aufnehmen unterschiedlicher Erfahrungen und Voraussetzungen in Bezug auf den Erwerb der Erstsprache, auf Mehrsprachigkeit, Zweitsprachen und Alltagssprache. 

Unseren Überlegungen zur konzeptionellen Herangehensweise an Sprachbildung liegt die Annahme zugrunde, dass es neben der Sprache/den Sprachen, mit denen unsere SuS eingeschult werden, der Alltagssprache, zum erfolgreichen Lernen einer Bildungssprache bedarf, die in Schule entwickelt und ausgebaut werden muss. Unter alltagssprachlichen Fertigkeiten werden dabei  mündliche, situationsgebundene Sprachfertigkeiten verstanden, wie z.B. die Antwort bzw. Reaktion auf den Satz „Hol deine rote Mappe aus der Tasche!“ Das Kind könnte sich den Sinn des Gesprochenen auf unterschiedlichen Wegen erschließen, unter Umständen auch allein durch Imitation. In Situationen des Einsatzes von Bildungssprache benötigt das Kind hingegen eine Kompetenz, die es ihm/ihr ermöglicht, den Sinn des Gesprochenen sprachlich zu erschließen. Das ist z.B. in Situationen des Lesens von Aufgabenstellungen wichtig.

Haben Sie weitere Fragen zum Konzept der Sprachbildung? Sprechen Sie bitte unsere Sekretärin an.

 

Schwerpunkt II: Soziale Förderung

Demokratische Schule


Der Gedanke des demokratischen Lernens zieht sich wie ein roter Faden durch unseren
Schulalltag. Die Bausteine „Schülerkonferenz“ und „Buddy“ sind für uns besonders wichtig.
Diese stellten vor einigen Jahren die ersten Grundsteine zur intensiveren Implementierung
des demokratischen Lernens an unserer Schule und OGS dar.
Die Arbeit am Thema „Kinderrechte“ baut seit dem Schuljahr 2015/16 darauf auf.

 

Schwerpunkt III: Gesundheitliche Förderung

Bewegungsorientierte Schule

 

Im Herbst 2016 entschied sich das Kollegium der Grundschule Dünne dafür, eine bewegungsfreudige Grundschule zu werden. Diese Verständigung soll die gemeinsame pädagogische Überzeugung aller Kolleginnen und Kollegen ausdrücken, dass für eine ganzheitliche Entwicklung und ein erfolgreiches Lernen aller Grundschulkinder regelmäßige Bewegung am Schulvormittag ein unverzichtbarer Bestandteil des Schullebens sein muss.

Die Grundschule Dünne kommt in Ihrem Schulprogramm diesen pädagogischen Grundsätzen schon dadurch nach, dass der bewegungsfreundlich gestaltete Schulhof in besonderer Weise den Kindern in den Pausen vielfältige, ihrer Entwicklung und ihrem Lernen förderliche Bewegungsangebote bereitstellt.

Um dem Anspruch an eine bewegungsfreundliche Gestaltung des Schullebens der Kinder in erweiterten Maße nachzukommen, wurden auf der Lehrerfortbildungsveranstaltung folgende weitere Maßnahmen beschlossen, die dazu dienen sollen, dass die Schullebenserfahrungen der Kinder über die Pausen hinaus andauernd verlässlich durch Bewegungsangebote geprägt sind.

Tägliche Bewegungsangebote außerhalb der Pausen

  1. Alle Kolleginnen und Kollegen zeigen die Bereitschaft, den Unterricht am Schulvormittag durch Bewegungspausen zu bereichern. Die jeweiligen Formen der Bewegungspausen orientieren sich an den auf der Lehrerfortbildung vorgestellten Beispielen, können dabei auch individuell erweitert werden.

  1. Jede Lehrerin und jeder Lehrer ist für die individuelle Ausgestaltung selbst verantwortlich. Die Ausgestaltung orientiert sich an den individuellen Dispositionen der Lehrkräfte und der aktuellen unterrichtlichen Situation und den jeweils spezifischen Bedingungen der Lerngruppe.

  1. Für die qualitative Gestaltung der Bewegungspausen können das Schulhofgelände und die Schulhofgeräte genutzt werden. Lehrer können mit ihren Schülern zum Beispiel einen vereinbarten Parcour durchlaufen.

  1. Seit Anfang 2018 finden Schüler in der Vitrine am Haupteingang Bewegungsaufgaben zur Gestaltung kurzer Bewegungs- und Flitzepausen.

Bewegungsmöglichkeiten im Unterricht

Entsprechend unseres Schwerpunkts „Bewegte Schule“ sind im unterricht der einzelnen Fächer regelmäßig Bewegungssituationen und –möglichkeiten integriert.

Sollten Sie dazu detailiertere Fragen haben, so sprechen Sie bitte die Klassenlehrerin Ihres Kindes an.

 

Grundschule Dünne

 
Lessingstraße 5-7
32257 Bünde
Tel. 05223 / 43 282
Fax 05223 / 49 06 19
E-Mail gs-duenne@buende.de